Eine Schwangerschaft planen

Babyschuhe auf Händen

Wenn Eltern heutzutage ein Baby wünschen, so können sie bereits viel unternehmen, um nicht nur die Fruchtbarkeit von Ihr, sondern auch von Ihm, zu erhöhen. In diesem Artikel geht es einerseits um die Möglichkeiten, die man hat, um eine Schwangerschaft zu begünstigen und andererseits auch um die notwendigen Schritte, die „Frau“ auf die Schwangerschaft vorbereiten.

Tipps für Mann und Frau

Möchte ein Pärchen Nachwuchs zeugen, so ist natürlich der erste Schritt, die Lebensgewohnheiten zu ändern. Durch ein gesundes und aktives Leben lässt sich die Chance auf eine Befruchtung gleichermaßen für beide erhöhen.

Die wichtigsten Punkte lassen sich dabei wie folgt zusammenfassen:

Gesund ernähren

Gesund ernähren bedeutet, sich vitamin-, nährstoff-, und abwechslungsreich zu ernähren. Auf Fertigprodukte und Fast Food sollte ebenso verzichtet werden, wie auf ungesunde Dickmacher (fettiges Schweinefleisch, Frittiertes, etc.). Auch zuckerhaltige Getränke, wie Limonaden, sollten vermieden werden. Eine gute Versorgung an Mikronährstoffen ist wichtig.

Bewegung

Ausreichend Bewegung bringt den Stoffwechsel in Gang und fördert die Gesundheit. Sport auf der einen Seite (bitte kein Leistungssport) und entspannende Bewegung auf der anderen Seite, wie zum Beispiel lange Spaziergänge an der frischen Luft, ergeben einen guten Mix.

Tipp: bauen Sie ausreichend Bewegung in den Alltag ein. Laufen Sie täglich ein paar Tausend Schritte zu Fuß, nehmen Sie die Treppe anstelle des Fahrstuhls, usw.

Übergewicht abbauen, Untergewicht regulieren.

Dieser Punkt betrifft die stark übergewichtigen, bzw. stark untergewichtigen Menschen.
Während sich ein kleines Übergewicht nicht unbedingt bemerkbar macht, ist es insbesondere für adipöse Menschen ungleich schwieriger, Eltern zu werden. Starkes Übergewicht hat, wie übrigens auch starkes Untergewicht, einen negativen Einfluss auf den Hormonhaushalt und damit auch direkt auf die Fruchtbarkeit.

Verzichten Sie auf Genussmittel

Alkohol, Zigaretten und natürlich insbesondere echte Drogen sind ein absolutes No-Go, wenn man Nachwuchs plant. Spätestens wenn die junge Mutter schwanger ist, schädigen diese Dinge das Baby bereits im Mutterleib.

Ausreichend erholsamer Schlaf

Gesunder Schlaf, also erholsamer Schlaf ohne Unterbrechungen und wenigstens sieben Stunden pro Nacht, sind die Empfehlung der meisten Mediziner. Schichtdienste, Feiern und lange Nächte am PC oder Fernseher sind nicht geeignet, einen gesunden Schlaf herbeizuführen.

Tipp: es hat sich erwiesen, dass die blauen Anteile im Licht, z.B. vom Handy oder PC-Bildschirm, die Melatonin-Produktion stoppen und der Schlaf dann sehr schlecht ist. Inzwischen gibt es spezielle Programme, mit denen man abends den Blauanteil aus dem Licht des Smartphones / PCs filtern kann.

Der richtige Zeitpunkt

Darüber hinaus ist es natürlich wichtig, den besten Zeitpunkt (also den Eisprung) für die Befruchtung zu kennen. Dieser kann zum Beispiel durch Ovulationscomputer oder einen Eisprungrechner bestimmt werden. Auch wenn diese Zeiten für Sex genutzt werden sollten, so darf kein Stress oder gar Druck entstehen. Dieser ist meist kontraproduktiv und kann einer Schwangerschaft im Wege stehen.

Spezielle Tipps für die Frau

Die meisten Frauen verhüten mit der Babypille. Steht der Babywunsch fest, so wird die Pille abgesetzt. Wichtig ist nun zu wissen, dass es einige Zeit dauert, bis sich der Zyklus wieder normalisiert.

Die wenigsten Frauen wissen hingegen, dass die Pille häufig zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel führt. Eine Einnahme von Folsäure und eine Überprüfung des Vitamin-D Status sind meist sinnvoll. Statistisch gesehen sind mehr als 1/3 aller Frauen, die die Pille einnehmen, nicht ausreichend mit Folsäure versorgt.

Wer wenig rotes Fleisch ist, kann, in Absprache mit dem Arzt, den Eisenwert im Blut prüfen lassen. Vegetarier und vor allem Veganer sollten sich zudem mit ihrem Arzt absprechen. Oft sind weitere Nahrungsergänzungsmittel, bzw. spezielle Vitaminpräparate, nötig.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass eine zusätzliche Einnahme von Folsäure, Vitamin D, Zink und einem Vitamin-B Komplex nicht verkehrt sind. Gute Omega-3 Fettsäuren (aus Fisch oder als Kapseln) runden die Vitalstoffeinnahme ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, was für Sie in Frage kommt.

Fazit

Mann und Frau können viel tun, um die Chance auf eine geplante Schwangerschaft zu erhöhen. Wer gesund lebt, tut im Grunde schon das Richtige für seinen Elternwunsch und braucht nur noch an kleinen Stellschrauben drehen.

PGD und PGS – Fakten, Ablauf, Tipps

Wer einen unerfüllten Kinderwunsch hat, der weiß genau, um was es sich bei PGD und PGS handelt. Es sind zwei Methoden, die bei der künstlichen Befruchtung eine Rolle spielen. Sowohl bei PGD als auch bei PGS wird die genetische Ausstattung eines Embryonen getestet, bevor dieser in die Gebärmutter übertragen wird. Was es darüber noch zu wissen gibt, lesen Sie in diesem Artikel.

Was sind PGD und PGS?

PGD steht für Pre-Implantation Genetic Diagnosis, was so viel bedeutet wie Genetische Präimplantationsdiagnostik. Es ist ein Verfahren, mit dem explizit nach bestimmten genetischen Störungen wie zum Beispiel Erbkrankheiten gesucht wird. Die PGD Kosten können innerhalb Deutschlands und von Land zu Land variieren. Häufig wird dieses Verfahren angewendet, wenn es in der Familie eines oder beider Elternteile genetisch bedingte Krankheiten gibt. Solche genetischen Abweichungen können einer Fehlgeburt vorbeugen. Neben dem Down-Syndrom, auch unter Trisomie 21 bekannt, kann man zum Beispiel auf folgende Krankheiten testen:

  • Turner-Syndrom (Monosomie X)
  • Mukoviszidose
  • Hämophilie
  • Sichelzellenanämie

Beim Verfahren der PGS wird die Häufigkeit natürlicher Abweichungen überprüft. PGS ist die Abkürzung für Pre-Implantation Genetic Screening, was übersetzt für genetisches Präimplantationsscreening steht. Diese Art der Untersuchung wird meist von Paaren gewählt, bei denen es mit dem Kinderwunsch trotz genetischer Gesundheit nicht klappt. Das kann der Fall sein, wenn es wiederholte Aborte gab oder bereits mehrere Versuche künstlich zu befruchten nicht erfolgreich waren. Bei diesem Verfahren werden mögliche Veränderungen der Chromosomenanzahl sowie Veränderungen im Chromosomenaufbau untersucht.

Sowohl eine PGD als auch eine PGS haben zum Ziel, die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen. Aber selbst wenn man beide Verfahren anwendet, gibt es kein hundertprozentiges Ergebnis.

Ablauf der PGD und PGS

Bei beiden Verfahren werden 72 Stunden nach der Befruchtung eine oder mehrere Eizellen entnommen und mit verschiedenen Methoden analysiert. Während des Eingriffs wird der Embryo nicht beschädigt und entwickelt sich normal weiter. Bereits innerhalb von 48 Stunden ist der Genetiker in der Lage, die Ergebnisse der Untersuchung vorzulegen. Nach der Analyse erhält das Paar nicht nur die Ergebnisse, sondern auch eine Empfehlung der für die Übertragung geeigneten Embryonen.

Schwangerschaft durch eine Eizellspende

Für manche Paare ist die Eizellspende die einzige Möglichkeit, ein Kind zu bekommen. Vor allem Frauen in der Menopause und solche, die aufgrund einer Krebserkrankung eine Chemotherapie machen mussten, ziehen eine Eizellspende in Erwägung. Bei dieser Art der künstlichen Befruchtung wird einer Spenderin eine Eizelle entnommen und mit dem Sperma des Partners der Mutter mit Kinderwunsch befruchtet. Anschließend wird die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Empfängerin eingesetzt. Vor dem Einsetzen enthält die Empfängerin außerdem Hormone.

Rechtliches rund um die Eizellspende

In Deutschland, der Schweiz sowie Norwegen und Litauen ist die Eizellspende verboten. In den Ländern, in denen sie legal ist, variieren die Eizellspende Kosten je nach Behandlungsland. Es sind aber noch weitere rechtliche Aspekte zu beachten, wenn man sich für diese Art der künstlichen Befruchtung entscheidet:

  • Das Kind der Empfängerin wird mit der Eizelle einer Spenderin gezeugt, dementsprechend ist die Spenderin der Eizelle die genetische Mutter des Kindes.
  • Das Recht der Mutterschaft geht bei der Eizellspende auf die Frau über, die das Kind gebärt. Die Empfängerin der Eizelle ist also die rechtliche Mutter des Kindes.
  • In einigen Ländern regeln gesetzliche Vorgaben die Anonymität der Spenderin, weswegen das Kind später oft keine Möglichkeit hat, seine leibliche Mutter kennenzulernen.
  • In vielen Ländern gibt es unterschiedliche Regelungen darüber, wie viele Eizellen eine Frau spenden darf. Es ist also oft nicht abzuschätzen, wie viele Halbgeschwister das eigene Kind hat.

Wie Paare sich auf die Verwirklichung ihres Kinderwunsches vorbereiten können?

Mutter und Vater mit Tochter

Schwanger werden ist nicht allein Frauensache. Moderne Paare bereiten sich gemeinsam auf eine der größten Herausforderungen des Lebens vor. Mit einer gemeinsamen Vorgehensweise erhöhen Paare zugleich die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu bekommen. Gute Vorbereitung ist vielleicht nicht Alles, aber sie hilft dabei, das Babyglück nicht allein dem Zufall zu überlassen.

Im Idealfall wünschen sich beide Partner ein Kind und können zusammen viel dafür tun, dass der Wunsch Wirklichkeit wird. Eine optimale Vorbereitung beider Partner kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft deutlich erhöhen. Wichtig ist dabei, dass beide Partner versuchen, ruhig und cool zu bleiben und nicht zu sehr verkrampfen. Der Sex soll bei allem Kinderwunsch dennoch Spaß machen. Tatsächlich wirkt sich der Spaßfaktor auch auf die Fruchtbarkeitsrate aus. Wer Stress beim Sex hat, bei dem schüttet der Körper das Hormon Prolakin aus. Prolakin kann die Produktion von Samen hemmen sowie den Zyklus der Frau beeinflussen. Vorteilhaft für eine Schwangerschaft kann auch das Idealgewicht sein. Wer zu viele Kilos hat, der sollte im Vorfeld versuchen, abzunehmen. Wichtig ist jedoch, dass die Gewichtabnahme gesund erfolgt. Zum Beispiel durch eine ausgewogene Ernährung. Die sollte ohnehin ganz oben auf dem Vorbereitungsplan für das Kinderkriegen stehen. Fettarm, abwechslungsreich und viele Nährstoffe sollte sie beinhalten. Der beste Körperfettanteil für das Schwanger werden liegt bei der Frau bei 29 %. Die gesunde Ernährung sollte mit der Einnahme von Folsäure-Präparaten unterstützt werden. Pauschal sollte die Frau täglich etwa 400 µg Folsäure zu sich nehmen. Die Einnahme vor der Schwangerschaft schafft darüber hinaus ein kleines Polster, aus dem das Baby in den ersten Wochen einer Schwangerschaft versorgt werden kann. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sind dann natürlich auch noch die weitere Nährstoffzufuhr für das Kind und die Mutter wichtig, weswegen auch Produktbewertungen von den verschiedensten Präparaten einem helfen können das Richtige zu finden. So schreiben viele werdende Mütter zu Femibion bei der Shop Apotheke tolle Erfahrungen und wichtige Informationen zu diesem Präparat.

Männer für das richtige Timing gesucht

Neben einer gesunden Gewichtsabnahme gehört zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft das Aufhören mit dem Rauchen. Dies gilt für beide Partner. Nikotin schadet nicht nur der Gesundheit von Eltern und Kind, sondern wirkt sich auch negativ auf die Fähigkeit zur Fortpflanzung aus. Insbesondere auf die Qualität der Spermien wirkt sich das Nikotin negativ aus. Ohnehin schadet Rauchen dem Baby und der Schwangeren, auch wenn es sich „nur“ um Passivrauchen handelt. Der Mann kann aber noch mehr dazu beitragen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu verbessern. Zum Beispiel durch die Einnahme von Magnesium. Magnesium kann positive Auswirkungen auf Enzymsysteme haben, die wiederum dafür verantwortlich sind, schädliche Substanzen für Körperzellen zu eliminieren. Zudem kann sich die Zufuhr von Magnesium positiv auf die Beweglichkeit und auf die Anzahl der Spermien auswirken. Die Einnahme von Magnesium kann auch durch Spezialpräparate gewährleistet werden. Weitere Informationen was Magnesium noch alles mit dem Körper macht und ein paar Euronen kann man bei der Shop Apotheke einsparen. Aber nicht nur die Menge und die Beweglichkeit der Spermien erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, sondern auch der richtige Zeitpunkt. Dieser wiederum hängt vom Zyklus ab. Man geht davon aus, dass es während des Zyklus einer Frau allenfalls sechs Tage geeignet sind, um schwanger zu werden. Diese nennt man die fruchtbaren Tage der Frau. Während dieser sechs Tage ist der Tag des Eisprungs sowie die drei Tage davor die Tage mit der größten Wahrscheinlichkeit. Paare mit Kinderwunsch sollten den Zyklus genau kennen und ihren Geschlechtsverkehr darauf einstellen. Mit der Hilfe eines Ovulationstestes kann man diese Tage genau ermitteln und damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft deutlich verbessern. Hier ein toller Beitrag dazu wann der richtige Zeitpunkt eines solchen Tests ist. Gemessen wird dabei der Anstieg des Fruchtbarkeitshormons. Zuletzt macht die gemeinsame Vorbereitung auf die Erfüllung des Kinderwunsches doppelt Spaß und schweißt ein Paar (noch mehr) zusammen.

Softdrinks und der Wunsch, schwanger zu werden

Softdrinks, Cola

Entscheidet sich eine Frau, bzw. das Paar als Ganzes, erst einmal für Nachwuchs, so wird in der Regel viel dafür getan. Die Ernährung wird umgestellt, die fruchtbaren Tage berechnet und es wird sogar mit Mitteln, wie z.B. Mönchspfeffer nachgeholfen. Gerade deshalb überrascht eine aktuelle Studie, die aufzeigt, dass Cola und andere Softdrinks eine Schwangerschaft erschweren, bzw. sogar verhindern kann. Wir klären auf.

Cola und andere Softdrinks

Allgemein werden Softdrinks, die viel Zucker enthalten, ja inzwischen mit Übergewicht, Diabetes Typ 2 und auch Erkrankungen des Kreislaufsystems in Verbindung gebracht.

Umso schlimmer sind die Ergebnisse einer neu veröffentlichten Studie (Januar 2018) des Department of Epidemiology der Boston University School of Public Health auf der Internetseite Epidemiology  (einem offiziellen Fachjournal von The International Society for Environmental Epidemiology​​).

In dieser Studie wurden über 3000 Frauen und über 1000 Männer aus Nordamerika befragt, die mindestens 6 Monate versucht haben, schwanger zu werden. Gleichzeitig wurde die Ernährungsweise beobachtet. Alle Probanden waren im zeugungsfähigen Alter zwischen 21 und 45 Jahren.

Die Ergebnisse dieser Studie sind alarmierend:

Der regelmäßige Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks kann bei Männern direkt die Spermienqualität mindern. Die Fruchtbarkeit sinkt um rund 33%.

Bei Frauen sinkt die Fruchtbarkeit bei täglichem Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks um immerhin ein Viertel (25%).

Energiedrinks scheinen dabei insgesamt noch einen schlechteren Einfluss auf die Fruchtbarkeit zu haben, mit Süßstoff gesüßte Produkte und Fruchtsäfte wiederum nicht.

Fazit

Softdrinks, die viel Zucker enthalten, sind nicht nur schlecht für die Gesundheit, sondern sind offensichtlich auch verantwortlich für eine schlechte Fruchtbarkeit. Dies gilt bei Männern gleichermaßen, wie bei Frauen.

Trinken beide Partner täglich zuckerhaltige Drinks, wird es insgesamt noch einmal deutlich schwieriger mit der Erfüllung des Kinderwunsches.

Unser Rat zum Schluss: wer tatsächlich einen Kinderwunsch hat und schwanger werden möchte, für den empfiehlt sich, den Konsum von Softdrinks stark zu reduzieren. Im Übrigen tut dies auch der Gesundheit gut.

Wann findet der Eisprung statt?

liebendes Paar mit Kinderwunsch

Der weibliche Menstuationszyklus ist im Schnitt 28 Tage lang. Dies ist aber nur ein Durchschnittswert, der Zyklus einer einzeln betrachteten Frau kann kürzer oder länger sein und sogar schwanken. Manche Frauen haben nur einen Zyklus von 23 Tagen, andere sogar bis hin zu 35 Tagen. In diesem Artikel erklären wir, wann der Eisprung stattfindet und wie man ihn erkennt.

Was ist der Zyklus?

Der Menstruationszyklus begleitet eine Frau von der Pubertät bis in die Wechseljahre und dient der Vorbereitung auf eine Befruchtung der Eizelle zwecks Fortpflanzung.

Um ein einfaches Bild des Vorgangs  im Körper zu zeichnen, beginnt man mit dem ersten Tag der Periode. An diesem Tag beginnt der Körper, sich auf den nächsten Eisprung vorzubereiten.

Vereinfacht erklärt, läuft der Zyklus in drei Phasen ab. Die erste Phase nennt sich Follikelphase oder Proliferationsphase, in der Mitte des Zyklus spricht man von der Eisprungphase, bzw. Ovulationsphase, in der 2. Zyklushälfte spricht man von der Luteal- oder Gelbkörperphase.

Follikelphase

Während dieser Phase beginnt die Bildung der Eibläschen, Follikel genannt. Die noch nicht entwickelte Eizelle in diesen Follikeln beginnt sich zu entwickeln. Dabei wird das Hormon Östrogen gebildet und der Östrogenspiegel im Körper der Frau steigt stetig an. Durch den Anstieg des Östrogenspiegels baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf, die zuvor in der Periode (Monatsblutung) abgestoßen wurde. Während dieser ersten Phase wird auch der Zervixschleim immer dünner und „spinnbarer“.

Ovulationsphase

In dieser Phase, zwischen dem ersten und zweiten Zyklus, findet der Eisprung statt. Zunächst schüttet die Hirnanhangdrüse aufgrund des Östrogens vermehrt das Hormon LH aus. Dies sorgt dafür, dass das am weitesten entwickelte Ei freigegeben wird, indem der Follikel platzt. Diese Eizelle wandert nun durch den Eileiter in die Gebärmutter. In dieser kurzen Zeit ist das Ei befruchtungsfähig. Da Spermien einige Tage überleben können, ist der Befruchtungszeitraum in der Regel 4 Tage vor dem Eisprung, bis 1 Tag nach dem Eisprung gegeben.

Lutealphase

Nachdem der Follikel geplatzt ist, wandelt er sich in eine Drüse um, welche Progesteron bildet. Aufgrund der gelben Farbe heißt diese Drüse Gelbkörper. Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann und nicht abgestoßen wird. Gleichzeitig wird durch Progesteron der Zervixschleim am Gebärmuttermund wieder zähflüssig und damit unwirtlich für Spermien.

Direkt nach dem Eisprung steigt außerdem umgehend die Basaltemperatur (Körpertemperatur früh morgens, vor dem Aufstehen) um ein paar Zehntel Grad an. Dieser Temperaturanstieg hält die Zeit bis zur nächsten Blutung an.

Die Monatsblutung wird zum Schluss dadurch ausgelöst, dass der Progesteron- und Östrogenspiegel sinken. Dies führt zur Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut und zum Absinken der Basaltemperatur. Die Monatsblutung beginnt.

Zusammenfassung

Der Eisprung findet in der Mitte, zwischen der ersten und zweiten Phase des Zyklus statt. Der Zyklus ist bei jeder Frau verschieden, mal länger, mal kürzer. Wenn eine Frau schwanger werden möchte, sollte sie genau wissen, wann der Eisprung stattfindet. Der optimale Zeitpunkt für Sex ist somit 4 Tage vor dem Eisprung bis ca. 24 Stunden nach dem Eisprung. Das bedeutet, dass man den Eisprung vorherberechnen sollte, um die Chancen auf eine Empfängnis zu erhöhen. Diese Berechnungen lassen sich z.B. mit einem Eisprungrechner oder einem Ovulationscomputer durchführen. Auch ein Tagebuch, in dem man regelmäßig die Basaltemperatur einträgt, kann helfen, den optimalen Zeitpunkt vorzusagen.

 

 

 

Der Einfluss der Pille auf die Partnerwahl

Liebendes Paar

Dass die Antibabypille viele Nebenwirkungen hat ist hinlänglich bekannt.

Darunter gehören zum Beispiel einfache Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Zwischenblutungen, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen.

Auch gefährliche Nebenwirkungen und erhöhte Risiken sind jedoch gegeben. So führt die Einnahme der Pille zu einem erhöhten Thromboserisiko, sowie auch zu einem erhöhten Risiko für Herz-und Kreislaufkrankheiten. Zusätzlich steigt das Risiko, an bestimmten Krebsarten, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs oder Lebertumore zu erkranken.

Nicht zuletzt leidet durch die Pille auch das Liebesleben. Durch den veränderten Hormonspiegel entsteht eine sexuelle Unlust. Bedenkt man, dass viele Frauen die Pille bereits seit dem Teenageralter nehmen, so ist anzunehmen, dass diese ihre tatsächliche Libido und Lust überhaupt noch nicht kennengelernt haben. Bei sehr vielen Frauen tritt kurz vor dem Eisprung eine verstärkte sexuelle Lust auf, die durch die Einnahme der Pille und dem verhinderten Eisprung nicht entstehen kann.

Die Pille beeinflusst die Partnerwahl

Neueste Erkenntnisse (hier als englische Publikation nachzulesen) zeigen jedoch, dass die Einnahme der Pille möglicherweise die Wahl des Partners beeinflusst. Dass sich Männer und Frauen auch über den Körpergeruch finden, ist hinlänglich bekannt. Verschiedene Gerüche sind einfach attraktiver, als andere.

In der Studie nahm eine Gruppe von Frauen zunächst keine Pille. Danach musste diese Gruppe an getragenen T-Shirts verschiedener Männer riechen. Dabei sollten Sie bewerten, wie anziehend der Geruch auf sie wirkt.
Anschließend mussten die Frauen mit der Einnahme der Antibabypille beginnen. Drei Monate später wurde der Test wiederholt.
Im Ergebnis stellte sich heraus, dass die T-Shirts nun ganz anders bewertet wurden, als im ersten Durchlauf.

Natürlich mag das Ergebnis Zufall sein. Möglicherweise hängt es von etwas völlig anderem ab, welchen Geruch eine Frau an einem bestimmten Tag anziehend findet.

Andererseits ist bekannt, dass sich in unseren Hautzellenmoleküle befinden (HLA-Moleküle), die unter anderem für die Entstehung des Körpergeruchs eine Rolle spielen, aber auch für das Immunsystem.
Das menschliche Fortpflanzungssystem tickt nun so, dass sich der Mensch als genetische Vorgabe Partner aussucht, mit denen der potentielle Nachkomme einen gut gemischten Genpool vorweisen kann.

In der Studie hat sich herausgestellt, dass sich Frauen, die die Pille einnehmen, Partner mit ähnlichen HLA-Molekülen suchen. Ohne die Pille waren es jedoch deutlich abweichende HLA-Moleküle.

Offensichtlich verändert also die Frau durch die Antibabypille die Geruchswahrnehmung eines potentiellen Partners.

Eigener Geruch verändert sich bei Einnahme der Pille

Auch der eigene Körpergeruch einer Frau verändert sich unter Einnahme der Antibabypille. Durch die Pille werden die natürlichen Hormone der Frau durch die synthetischen Hormone der Pille überlagert. Möglicherweise hat also sogar der Mann eine Partnerin erwählt, die er ohne ihre Pilleneinnahme nicht erwählt hätte, da er ihren eigentlichen Geruch nicht attraktiv gefunden hätte.

Fazit

Auch wenn die Pille ein sicheres und recht bequemes Verhütungsmittel für die meisten Frauen darstellen mag, so sind die Nebenwirkungen auch in Sachen Partnerwahl enorm. Jede Frau sollte also für sich selbst überlegen, ob die Pille das richtige Verhütungsmittel ist. Sollte sich bei der Einnahme herausstellen, dass die Lust auf Sex schwindet, so empfiehlt sich ein Wechsel auf andere Verhütungsmittel.

 

Die Pille danach – ein Überblick

Pille danach

Die Pille, genauer die Antibabypille, gibt es bereits seit den 1960er Jahren. Sie ist ein hormonelles Verhütungsmittel, welches eine ungewollte Schwangerschaft durch die tägliche orale Einnahme verhindert.

In den USA kam die erste Pille namens „Enovid“ am 18. August 1960 auf den Markt, Deutschland folgte am 1.Juni 1961. Produzent war die Schering AG und die Pille trug den Namen „Anovlar“.

Die Pille gilt heute als eines der sichersten Verhütungsmittel (Im Schnitt werden jährlich nur 3 von 1000 Frauen trotz Pille schwanger).

Das Problem der Verhütungspannen

Obwohl die Pille als Verhütungsmittel recht sicher ist, kommt es doch zu Anwendungsfehlern, Einnahmefehlern und anderen Schwierigkeiten. An erster Stelle stehen hier die vergessene Einnahme, der Wirkungsverlust durch Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (Antibiotika, Johanniskraut) und der Wirkungsverlust durch Durchfall.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten entstand der Wunsch nach einer Verhütung, die nach dem Geschlechtsverkehr angewendet werden kann.

In diesem Zusammenhang lag auf der Hand, wissenschaftlich zu überprüfen, ob hochdosierte Hormongaben auch nach dem Geschlechtsverkehr noch die Schwangerschaft verhindern könnten.

Bereits Ende der 1960er Jahre begannen Forscher, darunter auch Frauen mit entsprechenden medizinischen und pharmazeutischen Kenntnissen, Versuche in diese Richtung. Darunter fielen auch illegale Selbstversuche.

Im Laufe der 1970er Jahre wurde diese Annahme unter bestimmten Voraussetzungen (noch kein Eisprung erfolgt) bestätigt und 1976 wurde diese durch die Reform des §218 in Deutschland erstmals legal. Es wurde definiert, dass menschliches Leben erst mit dem Einnisten der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter beginnt. Daraus folgt, dass die Pille danach kein Schwangerschaftsabbruch ist.

Wie wirkt die Pille danach?

Die Pille danach gibt es heute als verschiedene Medikamente von verschiedenen Herstellern. Insgesamt werden allerdings nur zwei Wirkstoffe verwendet: Levonorgestrel und Ulipristalacetat.

Der Wirkmechanismus der Pille danach liegt im Verschieben (Verzögerung des LH-Peaks), bzw. Verhindern des Eisprungs (Hemmung der Follikelreifung).

Die Pille danach heute

Heutzutage gibt es in Deutschland zwei Präparate, die ähnlich wirken. Diese heißen PiDaNa © mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat und ellaOne © mit dem Wirkstoff Levonorgestrel.

Bei erster Pille, mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat, wird eine Wirksamkeit um 80% (+/- 5%) erzielt, der Wirkstoff Levonorgestrel erzielt nur in 55-60% der Fälle einen Erfolg. Erstere Pille kann man bis zu 120 Stunden (=5 Tage) nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen, ellaOne wirkt maximal 72 Stunden (=3 Tage) nach dem ungeschützten Verkehr. Dennoch gilt: um die Chance auf Wirksamkeit sollten beide Pillen so schnell wie möglich eingenommen werden.

Die Spirale danach als Alternative zur Pille danach

Für eine erhöhte Wirksamkeit kann man sich auch die Spirale danach einsetzen lassen. Hier liegt der Erfolg bei guten 99%. Die Spirale aus Kupfer kann bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden. Der Erfolg nimmt, im Gegensatz zur Pille danach, nicht im Laufe der Zeit ab.

Darüber hinaus greift man nicht in den Hormonhaushalt ein, was sicherlich erstrebenswert ist. Es wird lediglich das Milieu in Eileiter und Gebärmutter verändert und die Beweglichkeit der Spermien gestört.

Ein weiterer Vorteil der Spirale danach ist die Tatsache, dass man sie bis zu 5 Jahre lang eingesetzt lassen kann. Während dieser Zeit schützt sie durchgehend zu 99% vor einer Schwangerschaft. Damit ist sie über den „Notfall“ hinaus noch ein erstklassiges Verhütungsmittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft.

Leider kostet die Spirale danach zwischen 200 EUR (Kupferspirale) und 300 EUR (Kupferkette), was viele Frauen abschreckt. Lediglich bei Frauen unter 20 Jahren werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

 

Den Eisprung erkennen / spüren

Wenn eine Frau ihre Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen möchte, dann ist es hilfreich, wenn sie ihre fruchtbaren Tage kennt. Schließlich erhöht Sex kurz vor dem Eisprung, bzw. direkt am Tag des Eisprungs, die Chancen auf eine Schwangerschaft enorm. Wir haben in diesem Artikel sechs  Anzeichen gesammelt, an denen eine Frau ihre fruchtbaren Tage erkennen kann.

Was sind die fruchtbaren Tage?

Als Eisprung wird der Moment bezeichnet, in dem der Eierstock die reife Eizelle in die Eileiter ausstößt. Ab hier hat das Spermium 12-24 Stunden Zeit, die Eizelle zu erreichen und zu befruchten. Wird die Eizelle nicht befruchtet, so verlässt sie, zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut, bei der Periode den Körper.

Manche Frauen können den Moment des Eisprungs sogar als ein Ziehen, bzw. einen kurzen Schmerz im Unterleib spüren. Die meisten Frauen spüren hier jedoch nichts. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die einen bevorstehenden Eisprung voraussagen.

Der Mittelschmerz

Viele Frauen spüren während des Eisprungs einen Schmerz im Unterleib. Dieser kann heftig oder leicht sein und nur ein paar Minuten aber manchmal auch Stunden andauern. Für die Ursache des Schmerzes gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Einerseits wird vermutet, dass das Aufplatzen des Follikels die Ursache ist. Andererseits vermutet man auch, dass die Flüssigkeit des aufplatzenden Eibläschens das Bauchfell reizt.

Höhere Basaltemperatur

Von dieser Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage haben die meisten Frauen schon gehört. Die sogenannte Basaltemperatur (Körpertemperatur morgens, im Liegen, direkt nach dem Aufwachen) steigt direkt nach dem Eisprung um bis zu einem halben Grad Celsius an. Durch Aufzeichnung der Basaltemperatur über mehrere Monate lässt sich der bevorstehende Eisprung relativ gut vorhersagen. Dies natürlich nur, wenn die Frau einen regelmäßigen Zyklus hat.

Veränderungen am Zervixschleim

Der Gebärmutterhalsschleim verändert im Laufe des gesamten Zyklus seine Konsistenz mehrfach. Während der Tage, an denen man nicht fruchtbar ist, hat der Schleim die Aufgabe, die Gebärmutter vor eindringenden Keimen etc. zu schützen. Der Schleim ist daher sehr dick flüssig. Während der fruchtbaren Tage wird der Schleim allerdings hell und nicht mehr so zähflüssig. Man spricht von der sogenannten Spinnbarkeit des Zervixschleims, weil der Schleim sich zwischen zwei Fingern auseinanderziehen (spinnen) lässt, ohne zu reißen.

Kurze Zwischenblutung

Einige Frauen haben während des Eisprungs eine kurze Blutung. Diese sieht anders aus als während der Periode und sieht eher wie bräunlicher Zervixschleim aus.

Pralle und spannende Brüste

Ebenfalls nicht jede Frau hat dieses Symptom, aber manche Frauen beschreiben, dass rund um die fruchtbaren Tage die Brüste prall sind und ein Spannungsgefühl vorhanden ist. Häufig sind dann auch die Brustwarzen sehr empfindlich. Alle diese Symptome können jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Mehr Lust auf Liebe

Für viele Frauen hat es die Natur besonders leicht gemacht. Diese Frauen haben das Glück, rund um die fruchtbaren Tage deutlich mehr Lust auf Sex zu haben, als an anderen Tagen des Monats. Natürlich gilt auch dies nicht für jede Frau, aber es ist nicht verkehrt, einmal über ein paar Monate Tagebuch zu führen, indem man notiert, wie stark die Lust ist. Oft zeichnet sich dann ein Bild, aus dem man die fruchtbaren Tage ableiten kann.